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Malerei und Plastik
Für seine künstlerische Ausbildung studierte Helmut Fian von 1980 bis 1986 an der Akademie der bildenden Künste Wien, in der Klasse für Malerei bei Wolfgang Hollegha.
Fians Arbeiten umfassen Malerei, Mischtechnik, Zeichnung, Objekt- und Skulpturarbeit. Er lebt und arbeitet in Wien.
Seine Kunst wird oft als abstrakt beschrieben: Landschaften und Formen entstehen nicht aus einer realistischen Vorlage, sondern aus inneren Bildern und Erinnerungen oder Assoziationen.
Natur spielt eine zentrale Rolle in seinem Werk: Natur seiner Heimat - Wälder, Landschaften, organische Strukturen - inspirieren seine Bilder. Dabei sieht er Natur nicht nur als Motiv, sondern als lebendigen Organismus, den man „innerlich aufnehmen“ muss, um ihn künstlerisch darstellen zu können.
Auch mit Materialien, die vergänglich und wandelbar sind - etwa Pappmaché - arbeitet er gern, um die Vergänglichkeit und Wandlung der Natur widerzuspiegeln.
Ausstellungen & Anerkennung
Er hatte zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen - von frühen Ausstellungen bereits Ende der 1980er / Anfang der 1990er Jahre bis hin zu aktuellen Präsentationen.
1991 erhielt Fian ein Staatsstipendium für Bildende Kunst.
Seine Werke befinden sich auch in Sammlungen und sind in Kunstmuseen vertreten.
Zur Ausstellung in der Galerie im Amthof
Die Ausstellung präsentiert vier thematisch und atmosphärisch eigenständige Werkgruppen des Künstlers Helmut Fian, die sich alle durch eine reduzierte Schwarz-Weiß-Ästhetik und eine intensive Auseinandersetzung mit Natur, Musik, Mythos und Erinnerung auszeichnen.
Zikadenmusik
Im Erker der Galerie entfalten rund zwölf kleinformatige Acrylarbeiten auf Papier poetische Naturimpressionen, entstanden auf einer unberührten kroatischen Insel. Unter dem Einfluss von Zikadenklängen, Pinienduft und Meeresrauschen verdichten sich die Eindrücke zu rhythmischen, abstrahierten Landschaftsbildern fern klassischer Naturstudien.
Verklärung der Nacht I–III
Eine Serie von etwa fünfzehn großformatigen Schwarz-Weiß-Arbeiten, inspiriert von Arnold Schönbergs Komposition Verklärte Nacht, bildet das Zentrum des Galerieraums. Die Werke unterschiedlicher Dimension entwickeln eine visuelle Resonanz zur musikalischen Vorlage und öffnen einen kontemplativen Raum zwischen Klang, Gefühl und abstrakter Form.
Verklärung der Nacht“ (Arnold Schönberg und Miguel Angel Asturias gewidmet)
Versuch über Goethes Urpflanze
Im Foyer hängen frei im Raum rund fünfzehn neue Kreisform-Arbeiten mit 150 cm Durchmesser. Die Serie reflektiert Goethes Idee der „Urpflanze“ und setzt sie in Beziehung zu modernen evolutionären Erkenntnissen. In dieser Spannung entfaltet sich ein melancholischer Dialog zwischen Idealismus und naturwissenschaftlicher Realität - eine persönliche, bildnerische Hommage an Goethe und sein überholtes, aber inspirierendes Denkmodell.
Armenisches Requiem
Im Gwölb bildet eine etwa zwei Meter große, hängende Skulptur, ein Licht- und Klangobjekt zum Gedenken an den armenischen Todesmarsch von 1915/16. Die parametrisch gestaltete, semitransparente Form leuchtet von innen heraus mit sanft pulsierenden LED-Farbpunkten, die in der Dunkelheit zu einem schwebenden, immateriellen Lichtwesen werden. Begleitet von meditativer Duduk-Musik entsteht ein stiller, atmosphärischer Erinnerungsraum, der sich dem Thema von Verlust, Überleben und Transzendenz widmet.
Mehr Info zum Armenischen Requiem
Die Ausstellung ist bis 20. März 2026 von Mittwoch bis Freitag von 15:00 bis 18:00 Uhr, sowie während der Veranstaltungen des kultur-forum-amthof in der Stadtgalerie im Amthof, 9560 Feldkirchen in Kärnten zu sehen. (Semesterferien geschlossen!)
| Termin | 04.02.2026 19:00 |
| Preisinfo | Eintritt frei! |
| Veranstaltet von | Kultur Forum Amthof |
| Hinweis | Parkplätze am Amthofparkplatz Ossiacherstraße |
| Kontakt | Tel.: +43 676 719 22 50 |
| Veranstaltungsort | Amthof Feldkirchen |
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