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Vernissage Romana Egartner

Vernissage Romana Egartner

Foto: Romana Egartner

Fügung im Fragment

 

„Fügung im Fragment“ vereint Malerei, Steinbildhauerei und Installationskunst in einer Auseinandersetzung mit Wandel, Fragilität und dem Zusammenspiel scheinbarer Gegensätze. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass sich Ganzheit oft nicht in geschlossenen Formen zeigt, sondern in Fragmenten, Übergängen und Beziehungen.
 
In ihrer künstlerischen Auseinandersetzung verbindet Romana Egartner einen naturwissenschaftlich geprägten Blick mit der Erforschung organischer Strukturen und Prozesse. Besonderes Interesse gilt dabei dem Kleinen und Unscheinbaren – jenen oft übersehenen Erscheinungen, die sowohl in ökologischen als auch gesellschaftlichen Systemen eine wesentliche Rolle spielen.
 
Ein zentrales Sinnbild ist die Flechte. Als Lebensgemeinschaft aus Pilz, Alge und Bakterien steht sie für Kooperation, Anpassungsfähigkeit und das produktive Zusammenwirken unterschiedlicher Elemente. Ihre Fähigkeit, selbst unter widrigen Bedingungen neue Lebensräume zu erschließen, wird zur Metapher für Gemeinschaft, Vielfalt und Wandel.
 
Diese Gedanken spiegeln sich in den Arbeiten wider. Organische Steinskulpturen verweisen auf natürliche Wachstumsprozesse und geologische Zeiträume. Malerei untersucht Schichtungen, Überlagerungen und Übergänge, während Installationen Licht, Raum und Material zu begehbaren Erfahrungsräumen verbinden. Die Werke treten miteinander in Beziehung und bilden ein Netzwerk von Resonanzen, das an die Verflechtungen natürlicher Systeme erinnert.
 
„Fügung im Fragment“ versteht das Fragment nicht als Mangel, sondern als Möglichkeit. Die Ausstellung richtet den Blick auf das Verborgene und Übersehene und zeigt, wie aus Vielfalt, Beziehung und gegenseitiger Abhängigkeit neue Formen des Verstehens und Zusammenlebens entstehen können.
 
BIOGRAFIE
Romana Egartner wurde 1985 in Villach geboren. Sie studierte Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Brigitte Kowanz sowie Art & Science bei Virgil Widrich. Beide Studien schloss sie mit Auszeichnung ab. Zuvor absolvierte sie eine Ausbildung an der Höheren Technischen Lehranstalt für Maschineningenieurwesen mit Schwerpunkt Industriedesign in Ferlach. Neben ihrer eigenen künstlerischen Praxis war Egartner von 2005 bis 2017 Assistentin von Brigitte Kowanz und im Projekt- und Studiomanagement tätig. Gemeinsam mit Niclas Anatol gründete sie das Künstler:innenkollektiv ROMAnatol, mit dem sie unter anderem 2017 im Rahmen von 20 seconds for art sowie 2019 beim Kunst-am-Bau-Wettbewerb zur Neupositionierung der Gedenkstätte Bleiburg ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus erhielt sie weitere Auszeichnungen und Stipendien, war unter anderem 2016 für den BaCa Kunstpreis Kärnten sowie 2025 für den STRABAG International Art Award nominiert und wurde 2025 mit dem Kulturehrenzeichen der Stadt Villach ausgezeichnet. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Romana Egartner ist Mitglied des Kunstvereins Kärnten sowie von [kunstwerk] krastal, dessen Präsidentin sie seit 2021 ist. Sie lebt und arbeitet in Wien und Kärnten.


Einleitende Worte zur Vernissage: Magdalena Koschat, MA

Die Ausstellung ist bis 30. Oktober 2026 von Mittwoch bis Freitag von 15:00 bis 18:00 Uhr, sowie während der Veranstaltungen des kultur-forum-amthof in der Stadtgalerie im Amthof, 9560 Feldkirchen in Kärnten zu sehen.

 

Info zur Veranstaltung

Termin 23.09.2026 19:00
Preisinfo Eintritt frei!
Veranstaltet von Kultur Forum Amthof
Hinweis Parkplätze am Amthofparkplatz Ossiacherstraße
Kontakt Tel.: +43 676 444 9510
Veranstaltungsort Amthof Feldkirchen

Veranstaltungsort

Bezahlmöglichkeiten

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